Preisträger des Euregio-Keramikwettbewerbs 2021

Porzellan³: Preisgekrönte Keramik im Haus Zahlepohl

Porzellan wird gemeinhin als die wohl edelste Form der Keramik betrachtet; die ersten Importe von asiatischem Porzellan durch die Niederländer im 16. und 17. Jahrhundert waren fast unerschwinglich teuer und auch nach der Erfindung des europäischen Porzellans 1708/1709 in Meißen blieb diese Keramik zunächst den Reichen vorbehalten, ehe sie viel später dann für jeden erschwinglich wurde.

Zeitgemäßes Porzellan

Wer erinnert sich nicht an das „gute Service“ der Großmutter, das gehegt und gepflegt wurde? Doch auch diese Zeiten sind längst vorbei und Porzellan gehört zu unserem Alltag. Dies äußerte sich auch beim letztjährigen Euregio-Keramikwettbewerb aus dem gleich drei von vier Preisträgern mit diesem Werkstoff als Preisträger hervorgingen. Sonja Sebes-Top aus St. Goar/Rhein (D) konnte vor allem mit ihrer ausgereiften Oberflächengestaltung den 1. Preis erringen, während der gebürtige Japaner Atsushi Kitahara, der in Leipzig (D) lebt und arbeitet, den 2. Preis gewann; seine Objekte sind von Geometrie, De- und Rekonstruktion geprägt. Den 3. Preis gewann die gebürtige Südafrikanerin Andile Schöllhorn aus Türkheim (D). Sie vereint in ihren handbemalten Werken traditionelle Formen mit ethnischen Motiven und klassischen Goldauflagen. Den Reigen der Preisträger vervollständigt Frans Thevis aus dem limburgischen Oirsbeek (NL), dessen keramische Plastiken dem Publikum des Euregio-Keramikmarktes 2021 besonders gut gefielen. Sie sind aus verschiedenen keramischen Werkstoffen gefertigt und aus unzähligen Einzelteilen zusammengesetzt. 

Die Ausstellung findet statt vom 31. Juli bis zum 11. September 2022 im Haus Zahlepohl (1. Etage) gegenüber der Burg Raeren mit dem Töpfereimuseum. Der Eintritt ist frei und zwar zu den Öffnungszeiten des dortigen Kultur-Cafés: Mittwoch & Donnerstag von 12 bis 18 Uhr, Freitag und Samstag von 12 bis 21 Uhr, Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Montag & Dienstag geschlossen. Alle Werke stehen zum Verkauf.

Nähere Auskünfte unter: info@toepfereimuseum.org oder www.haus-zahlepohl.eu